Freiraumentwicklungskonzept

Die Stadt Regensburg hat sich zum Ziel gesetzt, die bestehenden Freiräume zu sichern und qualitätvoll weiterzuentwickeln. Gerade im Zuge der Wohnbauoffensive ist die doppelte Innenentwicklung grundlegende Planungsprämisse: die maßvolle Verdichtung der Städte bei gleichzeitiger Entwicklung hochwertiger Freiräume. In diesem Zusammenhang sollen auch die Fragen des Klimawandels, der Biodiversität und der Mehrfachnutzung von Freiräumen mitgedacht werden.

Planungsinstrumente

Auf gesamtstädtischer Ebene soll im Freiraum­entwicklungsplan das Leitbild für die freiräumliche Entwicklung für Regensburg formuliert werden. Dieser Plan soll Aussagen zu Qualitäten treffen und als informelles Planungsinstrument auf Stadtteilebene konkretisiert werden. Ebenfalls auf gesamtstädtischer Ebene wird eine Freiraum­gestaltungssatzung formuliert, die einen Standard an Ausstattung und Qualität der Freiräume verbindlich regelt.

Bestehende Freiräume in Regensburg

Die Stadt Regensburg verfügt über 152 im gesamten Stadtgebiet verteilte Grünflächen. Besonders identitätsprägend sind dabei die Uferbereiche von Donau und Regen sowie die Winzerer Höhen. Dabei sind aber nicht alle Grün- und Freiflächen uneingeschränkt nutzbar, da sie beispielsweise durch ihre primäre Nutzung bestimmt sind, z.B. private Kleingärten, Sportvereine oder Friedhöfe. Nur die erholungsrelevanten, öffentlichen Grünflächen (im Eigentum der Stadt oder mit Nutzungsvertrag gesichert) gelten als langfristig gesichert und werden in der Analyse des Freiraumentwicklungskonzepts erfasst.

Analyse der erholungsrelevanten öffentlichen Grünflächen

In einer detaillierten Analyse wurde der Bestand aller erholungsrelevanten, öffentlichen Grünflächen hinsichtlich ihrer Größe und Qualität untersucht. Je nach Flächengröße wurden die erholungsrelevanten öffentlichen Grünflächen in vier verschiedene Kategorien unterteilt: Nachbarschaftsgrün, Wohngebietsgrün, Park und Großer Park. Neben der Größe der Grünflächen unterschieden sich diese durch unterschiedliche Erreichbarkeiten und Nutzungsangebote:

Das Nachbarschaftsgrün umfasst kleinere öffentliche Grünflächen und Plätze im direkten Wohn- und Arbeitsumfeld. Durch seine direkte Erreichbarkeit ist das Nachbarschaftsgrün für die tägliche, auch kurze, wohnungsnahe Erholung ein sehr wichtiger Bestandteil. Große Parks hingegen, beispielsweise der Nordpark oder der Donaupark, bieten aufgrund ihrer Größe mehr Nutzungs­möglichkeiten und eignen sich daher für einen längeren Aufenthalt. Dafür werden auch längere Wegezeiten in Kauf genommen.

Link zum Beschluss des Stadtrats: 
Ausschuss für Stadtplanung, Verkehr und Wohnungsfragen am 16.07.2019: Zwischenbericht zur Erstellung eines Freiraum­entwicklungskonzepts sowie einer Freiflächen­gestaltungssatzung für die Stadt Regensburg

Ihre Mitwirkung am Freiraum­entwicklungsplan

Aufbauend auf der Analyse soll nun der Freiraum­entwicklungsplan mit Handlungsempfehlungen auf Stadtteilebene entwickelt werden. Dafür ist Ihr Wissen notwendig: Welche ist Ihre Lieblingsgrünfläche? Bei welchen Grünflächen muss etwas getan werden? Und wo sollten neue Grünflächen entstehen?

Falls Sie nicht die Möglichkeiten haben, sich online zu beteiligen, oder wenn Sie weitere Informationen wünschen stehen Ihnen Ansprechpartner des Stadtplanungsamts an folgenden Tagen gerne zur Verfügung:

  • Montag, 21. Oktober 2019: 9 – 11 Uhr, 14 – 16 Uhr
  • Donnerstag, 7. November 2019: 8 – 10 Uhr, 16 – 18 Uhr

Stadtplanungsamt (im Neuen Rathaus), D.-Martin-Luther-Straße 1, Zimmer 2.051 (2. Etage)