Schmetterlinge in der Betonrinne

ID: 454
Erstellt von Jakob Friedl am 15.11.2019 um 10:52 Uhr

Der von großen alten Bäumen gesäumte Aubach wurde 2017 im Sinne des 1000 jährigen Hochwasserschutzes über eine Strecke von 350m zu einer kastenförmigen Betonrinne umgestaltet. Dardurch wurde in einem geschützen Landschaftsbereich ein Frischluftkorridor und eine gewachsene Artenvielfalt unwiederbringlich zerstört.
In der lichten Betonrinne wachsen allerdings nun viele Blühpflanzen und so sind auch entsprechend viele Insekten und Wassertiere unterwegs. Unmittelbar oberhalb der Betonrinne darf sich diese Artenvielfalt entlang des Islinger Wegs ungemäht entfalten.

Im Betongerinne hingegen wurde diese Blühpracht nun noch vor der Aussaht mit großem personellen Einsatz notdürftig niedergemäht, wobei rücksichtslos mit Maschinen durch die Betonrinne gefahren wurde und die Hälfte der Grünschnitts als Mulch zurückblieb unter dem nun verstärkt unerwünschte Gräßer hervorwachsen. Ziel dieser die Artenvielfalt zerstörerischen Maßnahme scheint es zu sein das Gelände für künftige Mäh-Aktionen zu präparieren. Handelt es sich um eine reine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für den Maschinenring? (Mit der Auflösung der nun nicht mehr vorhandenen Biberbauten hatteder Maschinenring in der Vergangenheit weniger Arbeit als mit der Maht in der Betonrinne!)

Bei der Mähaktion geht es lediglich darum unerwünscht in der Rinne gewachsene Bäume zu entfernen um den Durchstrom zu gewährleisten. )Alles andere Kraut legt sich bei einem Hochwasser um.) Nach einem Jahr Betonrinne können jedoch überhaupt noch keine Bäume gewachsen sein!

Es wäre viel billiger, gesetzeskonform und vor allem Sinnvoll, wenn die Verantwortung für die sachgerechte Pflege dieses Biotops an zivilgesellschaftliche Akteuere vergeben würde.

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