Abschnitt 2

Warum ein höherwertiges ÖPNV-System?

In Städten, die in ihrer Größe und Funktion mit Regensburg vergleichbar sind, wurden und werden derzeit vielerorts höherwertige ÖPNV-Systeme eingeführt. Hierbei kommen neben klassischen Straßenbahnen bzw. Stadtbahnen auch sogenannte Gummireifen­Straßenbahnen sowie Bus Rapid Transit-Systeme (kurz BRT) zum Einsatz. Damit wollen die Städte einerseits die Attraktivität, Zuverlässigkeit und den Komfort des ÖPNV verbessern, andererseits aber auch seine Beförderungskapazität und Leistungsfähigkeit deutlich erhöhen.

Orientiert an diesen Trends und Entwicklungen kann Regensburg wertvolle Erkenntnisse und Impulse gewinnen, um eigene ÖPNV-Angebot zielgerichtet aufzuwerten.

Kommentare (46)

Walhallabockerl72

28.02.2018 17:28

So ähnlich sehe ich das auch. Egal ob im westlichen Landkreis Nittendorf/Pielenhofen oder im Nordosten Bernhardswald keine optimalen Busverbindungen und täglich Stau obendrauf. Stau bedeutet Stress und Zeitverlust, Umweltbelastung und Verkehrslärm. Für mich spricht nichts gegen eine Stadtbahn, wenn dann auch die Umlandgemeinden Wenzenbach und Bernhardswald mit einbezogen werden. Als dringend notwendig erachte ich fast schon eine Anbindung hinsichtlich der steigenden Verkehrsbelastung in Gonnersdorf. Dort fahren inzwischen schon bis zu 6000 Fahrzeuge durch die Ortschaft. Ich bin mir nicht sicher, ob ein weiterer Ausbau der B16 dort eine Entzerrung bringt. Denn jeder der in Richtung Gewerbepark fährt, fährt nicht über Haslbach. Deshalb erachte ich es für wirksam grade im Gewerbepark, bei dem sehr viele Firmen angesiedelt sind, zu der täglich alle zur Arbeit pendeln, einzurichten. Man darf auch erwarten, dass ein weiteres Verkehrsaufkommen durch den Bezug der neuen Wohnsiedlungen in Brandlberg und Keilberg entsteht. Also bitte berücksichtigen, denn sonst entsteht ein ähnliches Nadelöhr wie im westlichen Landkreis.

heike22

27.02.2018 17:48

Ich wohne in einem Ortsteil von Obertraubling... Das ist nicht zu weit weg zur STADT Regensburg. Aber was die Busverbindung angeht, kommen wir uns vor wie wenn wir am Ende der Welt wohnen..... Die Busverbindung ist echt ganz schlecht. Da wird immer wieder angeregt, auf den Bus umzusteigen.... Aber dann muss man auch den Landkreis die Möglichkeit geben, die tun zu können....!!!!Vor allem am Abend und Nachts!!!!!!!! Bitte denkt auch mal an die Landkreisbewohner......

Max u. Evelinde Hutzler

25.02.2018 13:10

Ein höherwertiger ÖPNV ist für Regensburg unerlässlich zur Verbesserung des Umweltschutzes und zur Hebung der Lebensqualität. Die Diskussion, die derzeit in Bezug auf Klimaschutz, CO2-Ausstoß, Feinstaub- und Stickoxidproblematik in Schwung gekommen ist, zeigt dies überdeutlich. Positive Effekte wären die Reduzierung von Lärm, von Schadstoffausstoß und notwendige Rückgewinnung des öffentlichen Raums, z.B. durch Reduzierung von Parkraum.
Über eine Stadtbahn wird schon viel zulange diskutiert. Die Verbesserung des ÖPNV wurde vernachlässigt. Wertvolle Jahre wurden vertan, es muss jetzt etwas geschehen.

Westland-Pendler

23.02.2018 12:48

Vor ca. 1 Woche wurde in einer der großen Online-Zeitungen eine Umfrage gestartet und ausgewertet zum Thema: Was einen Umstieg auf ÖPNV überlegenswer/ lohenswert machen könnte. Leider habe ich den Artikel nicht mehr gefunden. Es wurden Gründe genannt wie:
- Möglichkeit Handy zu laden
- gratis WLAN
- vereinfachte Preissysteme
- ...
Vielleicht kennt jemand den Artikel und kann ihn als Link mit in die Diskussion einbringen?

GP

20.02.2018 09:11

Die beiden geplanten Linien für eine Stadtbahn/Trambahn verlaufen beide über die Nordgaustraße/Alexcenter.
Bei Wiedereröffnung des Walhalla Bahnhofs sollte dieser mit eingebunden werden, damit auch die wichtigen Wohn- und Gewerbezentren im Regensburger Osten (z. B. Baugebiet Brandlberg oder Gewerbepark, etc.) gut angebunden werden.

Umweltfreund

14.02.2018 14:05

Eine Stadtbahn wird schon mindestens so lange diskutiert wie ein Kongresszentrum. Was heißen soll, so schnell wird beides nichts! Obwohl es wünschenswert und m. E. auch notwendig wäre. Ich persönlich wäre schon mit einem Bahnhaltepunkt Walhalla zufrieden, ich komme aus der Richtung Regenstauf. Grundsätzlich gebe ich zu bedenken, dass stetige Stadtvergrößerung immer auch Probleme und immense Folgekosten mit sich bringt.

sesaaig

12.02.2018 19:07

Man sollte nicht vergessen, dass Regensburg eine Stadt ist, in der Menschen wohnen und leben und nicht eine Stadt für unsere heiligen Autos:
1. Enormer Platzbedarf durch Parkplätze und Straßen, der durch immer größere Autos noch steigen wird.
2. Starke Lärmbelästigung (Warum darf ich nach 18 Uhr keine Gläser in den Glascontainer wegen Lärmbelästigung werfen und eine Harley darf Tag und Nacht durch die Stadt donnern.)
3. Gestank/Schadstoffbelastung (Von unseren Volksvertretern ist keine Hilfe zu erwarten)

Meiner Meinung sollte daher der Radverkehr und der ÖPNV (inklusive Stadtbahn) gefördert werden und der MIV schrittweise zurückgedrängt werden.

WiesnTom

12.02.2018 14:07

Was mir an der bisherigen Diskussion fehlt ...

... ist der Weitblick, mit dem diese Entscheidungsfindung eigentlich diskutiert werden müsste!

Wir stehen an der Schwelle eines neuen - fahrerlosen und elektrischen - Zeitalters, weswegen mir die Vorstellung von fest installierten Schienen Schüttelfrost verursacht. Sowas ist Technologie des letzten Jahrtausends und sollte von unseren Politikern - die wir dafür wählen, dass sie die ZUKUNFT gestalten - nicht ernsthaft in Erwägung gezogen werden.

Wir können uns heute noch nicht komplett vorstellen, was mit Fahrerlosen Beförderungssystemen möglich sein wird, aber es ist klar dass damit mehrerere Probleme gleichzeitig gelöst werden könnten.

1. Dezentralität
Es ist vorstellbar, Regensburg für Individualverkehr komplett zu sperren und dezentral mehrere P&R Parkplätze anzulegen, von denen aus E-mobile und -Busse Fahrerlos in die Stadtbereiche fahren können.

2. Schadstoffe
Feinstäube und sonstige Schadstoffe kämen nur noch aus den Heizungsschloten, da kein Individualverkehr.

3. Lärm
E-mobile sind fast geräuschlos und durch die Fahrerlosen Systeme müssten immer nur soviele fahren wie gerade benötigt. Also keine Gelenkbusse mehr mit 2 Fahrgästen und dröhnenden Dieselmotoren ...

4. Reichweitendiskussion obsolet
Die notwendigen e-mobile könnten billiger und leichter sein, da keine riesigen Batteriepacks notwendig sind.

Die Hoffnung stirbt zuletzt ...
dass unsere Politiker aufwachen.

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Pro Tram

28.02.2018 19:16

Zugegebenermaßen hat der mIV - zumal in der zukünftig erwartbaren autonomen Form - große, individuelle Vorteile:
- Man fährt ohne Umsteigen von Tür zu Tür,
- man ist unter sich und hat nur wenige Mitfahrer,
- man ist zeitlich flexibel.
Diese Vorteile des mIV wollen nur leider sehr viele Menschen - die häufig die gleichen Ziele haben - zur gleichen Zeit nutzen. Da die zur Verfügung stehenden Fahrbahn-/Verkehrsflächen aber begrenzt, führt die gleichzeitige Nutzung unweigerlich in den Spitzenstunde zum "stehenden Verkehr" - der Vorteil der zeitlichen Unabhängigkeit ist weg!
Der ÖV schafft Abhilfe: Viele Mitfahrer in einem großen Fahrzeug sparen Fläche; das große Fahrzeug fährt - künftig autonom (?) und idealerweise auf eigener (Schienen-)Trasse in der Rushhour am mIV-Stau vorbei; die Passagiere sind schneller am Ziel. Allerdings sind sie zusammen mit vielen anderen Menschen gemeinsam in einem großen Fahrzeug, der Vorteil der Individualität ist weg!
Zum Flächenverbrauch im Vergleich zwischen PKW, Gelenkbus und Tram ist ind der Broschüre des "Bündnis für einen hochwertigen ÖPNV im Raum Regensburg" vom Juli 2017 eine interessante Grafik enthalten:
Eine einzige Trambahngarnitur kann soviel Passagiere befördern wie zwei Gelenkbusse oder 145 PKWs (jeweils mit einem Insassen). Die Flächenersparnis ist evident - und die Minderung der Luftschadstoffe außerdem!

1a2b3c

08.02.2018 17:53

Ich höre von der Möglichkeit einer Seilbahn hier in Regensburg zum ersten Mal. Kompliment an den Verfasser. Besonders wirkungsvoll scheint sie mir zB auf der Strecke ehem. Eisstadion (wg der Parkplätze) - Dachauplatz - ZOB auf der Galgenbergbrücke mit Überbauung der Gleise - Uni - Conti-Arena (wg der Parkplätze) zu sein. Das würde den räumlich stärksten Engpaß (Dr-Martin-Luther-Str - Galgenbergstraße) durch die 2. Ebene über der Straße stark entlasten. Müßte als Schnell-Strecke ausgelegt sein, um nicht zu viele Haltestellen realisieren zu müssen. Eine Straßenbahn auf dieser Strecke hat außer der Luft keinen Vorteil gegenüber einem Bus. Für beide Systeme ist die Trasse einfach zu eng.
Die Seilbahn verschandelt auf dieser Strecke nichts, wäre aber am neuen Museum ein Hinkucker.

Mika

08.02.2018 18:08

Das wäre eine Problemlösung für die Donauquerung Nord und Süd. Warum nicht? Finde ich gut.

Fiktiv weiter gedacht könnte ich mir einen Art Bahnhof oberhalb der Donau über dem Fluss vorstellen für sowas. Platz wäre genügend da.