Charrette – eine Planungsmethode gemeinsam vor Ort

Die Erstellung der Studie wurde und wird an mehreren Stellen durch die Einbeziehung der Öffentlichkeit begleitet.

Das Charrette-Verfahren ist eine öffentliche Planungsmethode zur Stadt- und Regionalentwicklung mit direkter Beteiligung.  Die Methode sieht vor, dass ein Planungsteam, Unternehmer, Verwaltung und weitere Entscheidungsträger mit Betroffenen und interessierten Bürgern über ein geplantes Vorhaben diskutieren und gemeinsam die Planung vorantreiben. Der Vorteil dieser Methode liegt in dem gut abgestimmten interdisziplinären Vorgehen, der Integration vieler Beteiligter und deren Know-how  und damit der hohen Identifikation aller Teilnehmenden mit den gemeinsam erarbeiteten Projektzielen und -ergebnissen.

Im Rahmen der aktuellen Studie fand im Frühjahr 2016 eine solche Charrette in Regensburg statt. Hierbei waren zahlreiche Initiativen aus Bürgerschaft, Wirtschaft, Handel, VertreterInnen der Nachbargemeinden eingeladen, zusammen mit den örtlichen ÖPNV-Betreibern , der Stadtverwaltung und dem interdisziplinären Planungsteam zu diskutieren. Die Sicht von „außen“ konnte mit „lokalem Know-how“ verknüpft und vor Ort überprüft werden.

In einem dreitägigen kooperativen Workshop wurden Erwartungen an den gesamten Prozess und an das zukünftige ÖPNV-Netz besprochen. Städtebauliche Fragestellungen und Anbindungen an mögliche Stadterweiterungsgebiete wurden diskutiert und Stadtpotentiale identifiziert. Wo bieten sich Chancen der Verdichtung - der Stadterneuerung - des Stadtumbaus? Wo sollte langfristig Flächenvorsorge für zukünftige Entwicklungen getroffen werden?